Annas Weblog


Und der Preis für den besten Kletterfilm geht an …

The Usual Madness !!!

Wie das passieren konnte, wissen wir auch nicht, aber The Usual Madness hat tatsächlich am Wochenende den ersten Platz auf dem Deutschen Kletter-Filmfestival in Stuttgart belegt. Fairerweise muss man sagen, dass wir uns diesen teilen, und zwar mit keinem anderen als dem Urgestein der deutschen Kletterfilmerei: Udo Neumann. Die beiden ersten Plätze gehen somit in das Klettermekka Deutschlands: Nordrhein-Westfalen. *räusper*

Ich bin immer noch etwas benommen und stehe geringfügig neben mir. Gestern habe ich vor lauter Schreck sehr viele nicht so wirklich intelligente Dinge in ein Mikrofon gesagt. Danach habe ich ein Gratulationstelefongespräch sehr abrupt abgebrochen. Und erst später habe ich viel zu viel Bier getrunken. Hier kurz der gestrige Tag in chronologischer Reihenfolge:

Nach einem ausgedehnten und sehr sympathischen Frühstück im “Hüftgold” und einem Instantbummel über den Weihnachtsmarkt, ging es auf zum Stuttgart Sight Seeing. Nach weiteren fünf Minuten hatten wir das Prinzip der Stadt ungefähr verstanden: Es ist irgendwo zwischen “breiter, reicher, fremder”, “unendlich viel Platz und wenig Spielraum” und “Konsequenz oder Kehrwoche” einzugliedern. Den Rest des Tages verbrachten wir in der sehr brillanten Christian Jankowski Ausstellung

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… und bei einem Shopping-Rausch im Larca Outlet, wo Stephan glücklicherweise ein wunderschön pinkes Fleece fand. Kurt Albert wäre neidisch auf ihn:

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Weil der Outlet auf dem Weg zum Festival lag aber schon um sechs Uhr schloss, waren wir etwas früh an der Active Garden Kletterhalle. Weil wir so früh da waren, konnten wir ein paar Boulder testen und für sehr gut befinden:

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Es wurde halb acht und die Halle füllte sich eher … weniger. Weil die Veranstaltung nicht den Anschein erweckte ausverkauft zu sein und es berechtigte Zweifel gab, ob denn die aufgestellten 60 Plastikstühle auch wirklich besetzt würden, dezimierte ich deren Anzahl erstmal, indem ich einen zerbrach: Ich setzte mich, das Plastik gab nach und mein Hintern versank im metallenen Stuhlrahmen. Das passierte in der ersten Reihe. Fortan waren wir nicht länger unauffällig.

Um acht Uhr wurde ein kurzes Begrüßungswort an das dick eingepackte und etwas fröstelnde Publikum gerichtet und der erste der drei Filmblöcke lief an. “Abseits am Limit”, eine Parodie auf den Speedversuch der beiden Huber Buam an der Nose und “Home Styles” ein klassischer Boulder- / Kletterfilm über das geographisch etwas ausgedehnte Saarland (inklusive Fountainebleau und Frankenjura) liefen in der Kategorie “Nachwuchsfilmer”. Den ersten Platz belegten die Saarländer mit ihrem 42-minütigen Epos, der einige gute Moves, Einstellungen und Bilder hatte. Fazit: Die Jungs können definitiv klettern. Wir da eher nicht so … ähem.

Der letzte Film im ersten Block “Enlightenment” war für mich persönlich das optische Kletterfilmhighlight des Abends. Wunderbare Bilder, eine einfache und durchdachte Story und eine professionelle Produktion runden die klare Message ab: it’s your passion that makes you who you are. “Enlightenment” gewann verdient – als einziger Film – den ersten Preis in der zweiten Kategorie. In der Hauptkategorie traten vier Filme gegeneinander an: “Der Erkerweg”, eine 5-minütige Familienkletterausflugsdokumentation (Schreibweise ignorieren) im Elbsandstein, “Mann beißt Hund”, ein schöner 3-minütiger Boulder-Erstbegehungsstreifen, “Felsenbauer” ein brillanter Film über die Freilegung von neuen Bouldersites im Ruhrgebiet mittels “Terrassenbau” von Udo Neumann (natürlich feat. Daniel Pohl) und The Usual Madness.

Dann kam die Preisverleihung für die Hauptkategorie und ich war … schockiert. Wir waren ja sehr, sehr, sehr glücklich in die offizielle Programmauswahl aufgenommen worden zu sein, aber dann noch den ersten Preis zu gewinnen und ihn mit Udo Neumann zu teilen… ? – Ohne Worte – (Ich glaube, das habe ich gestern sogar so gesagt.) Natürlich verbeugen wir uns tief vor Udo und Daniel, die – beide auf ihre Art – wahre Wunder geleistet haben.

Nach der Preisverleihung gab’s eine mit Produkten der Sponsoren Polartec und Black Diamond gespickte Verlosung, bei der Stephan endlich seine lang ersehnte warme Unterwäsche gewann und ich ein Sicherungsgerät. Ich schätze, wir hatten wirklich unseren “lucky day”.

Im dritten Block zeigten die Veranstalter “Acopan” von Jochen Schmoll, eine Erstbegehungsdokumentation, die auch schon auf dem Ersten lief und durchaus sehenswert ist … glaube ich.  So richtig konzentrieren konnte ich mich nicht weil das Handy eine Gratulations-SMS nach der nächsten ausspuckte und ich etwas abgelenkt war.

Die Urkunde poste ich vielleicht später. Momentan fährt sie noch mit Stephan irgendwo durch Essen…

Vielen Dank an die “Neu-Stuttgarter”, Mary-Lou und Phine, für’s mitkommen und hosten!

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3 Comments so far
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Hey hey,

ihr seit ja super schnell mit eurem bericht!
noch mal herzlichen glückwunsch zu eurem film!
hätte mich gerne noch etwas länger mit euch unterhalten!! schade!! naja, ich hatte eh schon das ein oder andere bier zu viel!!

Gruß Nico

Comment by Nicolas

Herzlichen Glückwunsch auch von mir! Bin gespant auf euch! Hoffe ich sehe euch in den nächsten Tagen! Bin Mitwoch in der Halle! Gruß Tobias

Comment by Tobias Wulfers

[…] Hier ist Annas kompletter Bericht vom Klettern-Filmfestival. […]

Pingback by Monkey’s Business » Festivalbericht von Anna




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