Annas Weblog


Neues aus der Zone
March 23, 2010, 11:03 am
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Kurz nach dem zweiten Weltkrieg war Berlin in Sektoren unterteilt, die die Alliierten fein säuberlich auf einer Karte abgesteckt hatten. Die USA, England, Frankreich und Russland waren die Gewinner und jeder Gewinner wollte ein Stück vom Kuchen haben. Und der Kuchen ist immer die Hauptstadt. In einem gütlichen Geben und Nehmen wurde dafür der Osten von den Amerikanern an die Russen verkloppt, die dort alsbald einen Zoo einrichteten, der wenig später im subversiven Volksmund der DDR als “Zone” verschrien war. Dann fiel die Mauer, der Stacheldraht kam weg und die Grenzübergänge wurden zu dem, was sie heute sind: grotesk-hässliche Monumente der Vergänglichkeit, die dem Hauptstadttouristen links und rechts der Stadtautobahn auflauern. Berlin war zonenfrei. Bis zum 01.01.2010.

Jetzt gibt es die Umweltzone.

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Kleiderspenden für Haiti?
January 25, 2010, 12:40 pm
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Wer für Haiti spenden wollte, hat das schon längst getan. Vorausgesetzt der Spender verfügte über eine gewisse Übersicht, Zielstrebigkeit und Entscheidungsfreude, denn noch nie gab es ein derartiges Spektakel um Spendenaufrufe. Die großen Hilfsorganisationen legten vor: Vom Überweisungsträger im Briefkasten (für die Generation 60+) bis zur H-A-I-T-I Kurzwahl (für die Generation Handy). Im Internet hielten die großen Webportale (z.B. gmx, web.de) zusammen und die Hand auf. Die gängigen Nachrichtensendungen blendeten gleich diverse Kontonummern ein, die Tagespresse druckte diese auch immer wieder und gern mehrfach ab, und das Fernsehen ersetzt den spätabendlichen Polittalk (Anne Will) und anderweitig überflüssige Sendungen (Beckmann) durch Spendengalas. Nie war das Spenden für Hilfsbedürftige so einfach. Nie war es medial derart aufbereitet. Und noch immer laufen die Spendenticker stündlich, um neue Rekordsummen zu verkünden. Als ich diese Zeilen schrieb, war eine derartige Spendenaktion (für mich) noch nicht absehbar.

Immer noch gibt es Menschen, die gern mit Sachspenden, wie Kleidern und Nahrung helfen möchten. Einerseits, weil sie zur Zeit der knappen Kassen dieselben im eigenen Haushalt erfahren, andererseits, weil sie erst kürzlich einen Altkleidersack gepackt haben…

Und was liegt näher, als genau diese Kleiderspenden nach Haiti zu schicken? – Ein Anruf beim Deutschen Roten Kreuz und bei der Caritas erbrachte jedoch: nichts liegt ferner. Schwierige seien solche Sachspenden, denn es sei schwer die Qualität dieser Spenden sicher zu stellen, hinzu kommen sehr hohe Transportkosten und anderweitig logistischer Aufwand. Viel besser für Hilfsorganisationen sei deshalb die monetäre Spende per Überweisungsträger. Zumindest für Haiti. Die Caritas ruft derweil für Kleiderspenden für Obdachlose auf, im eigenen Land. Hier kann man nachschauen, wo man seine Altkleider abgeben kann (Schlagwort: Kleider, + Ort oder PLZ eingeben) und hier ist eine Liste sämtlicher Caritas Kleiderkammern. Das DRK bietet hier eine Auskunft über DRK-Kleiderkammern. Die Spenden kommen dann ebenfalls primär Obdachlosen und Bedürftigen vor Ort – also in Deutschland – zu Gute.



Spendenaufruf für Haiti

Einer meiner Studienfreunde ist mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Haiti. Er hat das Erdbeben unverletzt überlebt und ich war heilfroh, als ich von ihm ein Lebenszeichen per Mail bekam. Ich fragte, ob wir Pakete packen könnten mit Lebensmitteln oder Kleiderspenden. Er sagte, für Hilfsbedürftige in Haiti müsse man eigentlich immer spenden, jetzt natürlich noch um so mehr, aber er wisse noch nicht wohin damit, und es fehle so ziemlich an allem.

Die Situation vor Ort sei absolut katastrophal, die “Grobarbeiten” erledigten ausländische Militärs und die Polizei. Dazu kämen weitere Beben. Er schreibt:

“Nachbeben seit gestern 17 Uhr mindestens alle halbe Stunde, teilweise auch haeufiger. Tsunamiwarnung wurde aufgehoben. Hubschrauber sind inzwischen unterwegs.”

Weiter schreibt er, es bedürfe an mehr “Räumungsgerät und Bergungspezialisten” und mehr Särgen oder einer anderen Lösung für die vielen Toten. Die Tagesschau berichtet, es fehle an medizinischer Infrastruktur, Medikamenten und Flügen für die Spezialisten, um erstmal in die Region zu kommen. Primär sind also die Regierungen und Hilfsorganisationen dieser Welt gefragt.

Ich bitte euch deshalb, an eine der unten aufgeführten Hilfsorganisationen zu spenden, denn nur durch sie können Lebensmittel und Medikamente am Schnellsten zu den Hilfsbedürftigen gelangen. (Diese Liste ist eine Zusammenstellung der Süddeutschen Zeitung.)

Welthungerhilfe
Stichwort: Nothilfe Haiti
Sparkasse KölnBonn
Konto 11 15
BLZ 370 501 98
Internet: www.welthungerhilfe.de

Aktion Deutschland Hilft
(Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen)
Stichwort: Erdbeben Haiti
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 10 20 30
BLZ 370 205 00
Internet: www.aktion-deutschland-hilft.de

Kindernothilfe
Stichwort: Erdbeben Haiti
KD-Bank eG
Konto: 45 45 40
BLZ 350 601 90
Internet: www.kindernothilfe.de

Diakonie Katastrophenhilfe
Stichwort: Erdbeben Haiti
Postbank Stuttgart
Konto 502 707
BLZ 600 100 70
Internet: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international
Stichwort: Erdbeben Haiti
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
Konto 202
BLZ 660 205 00
Internet: www.caritas-international.de

humedica e.V.
Stichwort: Erdbeben Haiti
Sparkasse Kaufbeuren
Konto 4747
BLZ 734 500 00
Internet: www.humedica.org

UNICEF
Stichwort: Haiti
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 300 000
BLZ 370 205 00
Internet: www.unicef.de

Ärzte ohne Grenzen
Stichwort: Haiti und andere
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 97 0 97
BLZ 370 205 00
Internet: www.aerzte-ohne-grenzen.de

DRK
Stichwort: Haiti
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 41 41 41
BLZ 370 205 00
Internet: www.drk.de

Plan International Deutschland e.V.
Stichwort: Haiti/Katastrophenhilfe
Postbank Hamburg
Konto 0001 623 207
BLZ 200 100 20
Internet: www.plan-deutschland.de
´
CBM
(Christoffel-Blindenmission)
Stichwort: Haiti
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 2020
BLZ 370 205 00
Internet: www.cbm.de

CARE
Stichwort: Haiti
Sparkasse KölnBonn
Konto 4 40 40
BLZ 370 50 198
Internet: www.care.de

Malteser Hilfsdienst e.V.
Stichwort: Erdbeben Haiti
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 120 120 120
BLZ 370 205 00
Internet: www.malteser.de

SOS-Kinderdorf e.V.
Stichwort: Nothilfe Haiti
Bank für Sozialwirtschaft
Konto 780 800 5
BLZ 700 205 00
Internet: www.sos-kinderdorf.de

Wer Kleidungsstücke spenden möchte, kann sich später bei mir melden. Bis dahin versuche ich herauszufinden, wo man das hinschicken kann.



K.I.S.S. – Environmental topics in PR and mass media
November 6, 2009, 2:26 pm
Filed under: Environment, Media | Tags:

If you know me, you know that I don’t get agitated or upset very easily, since there are only a few topics I really, really, really care about from the bottom of my heart. One of them is: the depiction of environmental matters in mass media.

Very often does it happen, that I see articles about reforestation, climate change, carbon sinks or Kyoto, that contain not only horrible mistakes, but also really bad wording. Today I came across this press release by the Nürnberg airport. The following wording appears:

“Die dafür erforderlichen detaillierten Kenntnisse des Bestandes wurden durch umfangreiche Untersuchungen bereits im Vorfeld ermittelt und von den zuständigen Fachleuten der Behörden gewichtet: Demnach werde sich das Erscheinungsbild des gewohnten Kiefernwaldes zwar zugunsten des Mischwaldes verändern, die ökologische und ökonomische Qualität, der Erlebniswert und die klimatische Stabilität aber verbessert. Geschäftsführer Krüger spricht von einer „nachhaltigen und zukunftsfähigen Maßnahme“.

I really do ask myself, whether the author of this release understood what s/he was actually writing about. Because, honestly, this is neither an information, nor German language. The solution could be K.I.S.S. “Keep it simple, stupid!”

How about:

“Fachleute und Behörden untersuchten den Wald und entwarfen einen Plan, der das Waldbild zukünftig nachhaltig ändern wird: Aus einem Kiefernforst wird nun über mehrere Jahrzehnte hinweg ein artenreicher Mischwald entstehen. So werde die Waldfläche nicht nur ökologisch aufgewertet, auch könne man durch das wertvollere Laubholz später bessere Preise beim Holzverkauf erzielen. Außerdem werde der Mischwald auch für den Waldbesucher attraktiver und könne extremen Witterungen, wie etwa Stürmen und Orkanen, besser Stand halten.”



The sound of resting songbirds
September 7, 2009, 4:16 pm
Filed under: Environment, Music | Tags: , , ,

Although the author of this video is convinced that his idea “wasn’t the most original one in the universe”, I have to say: Bravo! I like the idea quite a bit and what he made of it.



Suchbild
May 24, 2009, 4:18 pm
Filed under: Environment | Tags: ,

IMG_6046
Welches possierliche Tierchen hat sich in diesem Bild versteckt? (Zusatzfrage: Welche Fotografin hat in der Hektik auf den Autofokus zurück gegriffen?)



Invasion of the Asian lady bug

Despite of the recent tightening of the German immigration act, there has been an uncontrolled – and quite impressive – invasion of the Asian lady bug in some parts of Northwest Germany. German authorities are stunned. Numerous facades of family homes and shopping malls have been covered with the little red black-dotted foreigner. In contrary to the endemic and well-known German lady beetle, the Asian beetle is endued with a changing amount of dots on its coat and the unique possibility to come in various colors, which is why one also refers to it as “multicolored Asian lady beetle”. Hence, a small number of Asian bugs may also appear black with red dots or just red with a few dots or red with many dots and so on and so forth.
Another distinctive feature is the black “W” on its collar. The German beetle usually wears a black collar with two white tips at the sides.

The Asian lady beetle was first introduced to Germany in the early 1920 to work for gardeners and farmers in the ongoing fight against rebelling aphids on German flowers and vegetables. Back at that time, work VISA for Asian beetles were controlled by the Ministry for the Environment, Agriculture and Forestry and not yet by the Ministry of Foreign Affairs. This, however, changed in the early 1950s and with the Iron Curtain, contacts to China were only maintained by the  Eastgerman side. Yet, temporary swarms of Asian lady beetles could be observed in the Northwestern part of Germany close to the Dutch border. At that time the beetle was mostly employed by tulip farmers in the Netherlands to fight the ongoing battle against the amaranthine aphids. To honor its achievements it was awarded the Dutch name: veelkleurig aziatisch lieveheersbeestje. After the German unity in 1990 Asian lady bugs could be employed again by farmers and gardeners throughout the country.

However, they feel home the most nearby the Dutch border.

For late-breaking footage, please click here: