Annas Weblog


Randvoll, purpurn und geerdet

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Ich weiß gar nicht wie vielen Menschen ich davon erzählt habe, aber es dürfte ein kleines Stadion voll gewesen sein. Begeistert war ich, und bin es immer noch, von einem sehr kleinen Theater, unweit vor den Toren Berlins. Ein wunderschöner Anlass ergab kürzlich, dass ich seit mehr als sieben Jahren noch einmal dort war, wo ich bereits viele Jahre zuvor die selbe sehr gute Vorführung gesehen hatte.

Von exakt dieser Inszenierung hatte ich in der Zwischenzeit verdammt vielen Leuten erzählt, ja geschwärmt gar, und ganz dringend empfohlen, die ungewöhnliche Anreise durch ein Niemandsland anzutreten, um schließlich dort anzukommen, wo Gefühle randvoll eingeschenkt werden, wo literarischer Stoff purpurn glänzt, wo jedes gesprochene Wort derart geerdet ist, dass es keiner tiefgründigen humanistischen Bildung bedarf, um es zu interpretieren – und natürlich wo sich Hase, Igel und Fuchs gemeinsam eine gute Nacht wünschen: Im Theater am Rand. Nahe der Oder im kargen Oderbruch, beinahe auf der polnischen Grenze, die auch eine Deutsche ist – in Zollbrücke.

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