Annas Weblog


Hoffen auf die Zeit, in der diese Geschichte keine Geschichte mehr sein wird

Der Sportteil der Süddeutschen Zeitung hält heute einen besonderen Artikel bereit. Es geht um die “letzte Bastion” im Profisport: die sexuelle Orientierung des Sportlers. Bei den 21 olympischen Winterspielen in Vancouver gibt es nun “erstmals einen offiziellen Treffpunkt für homosexuelle Olympioniken”. Mit dem so genannten “pride house” hofft man, zu einer größeren Offenheit und Plattform für homosexuelle Sportler beizutragen. Im Optimalfall sollen dann die Sportler in das “pride house” einkehren, natürlich am besten mit einer Medaille, und so ihren Erfolg im geschützten Kreis feiern können. Outing inklusive. Doch während sich bereits vier Frauen geoutet haben, sind die Männer offensichtlich homogen hetero.

Und das, obwohl in Kanada gerade im Macho- und Nationalsport Nr.1, dem Hockey, das Eis aufbricht. Als sich im vergangen Jahr Brendan Burke (21), Goalie der Universitätsmannschaft von Miami und Sohn des Managers der Toronto Maple Leafs, einem der bekanntesten Teams der NHL, outete, kam es erstmal zu einem riesigen Medienrummel. Das hatte Newswert! Die Sportmagazine waren voll davon und berichteten ausschließlich positiv, mit großem Respekt und Akzeptanz. Sie ebneten quasi den Weg für jeden, der Burke folgen wollte … doch da war niemand.

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