Annas Weblog


Einmal ‘schäl Sick’ und zurück
August 20, 2009, 4:35 pm
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Weil ich beruflich in NRW zu tun hatte und Köln nur noch 120 km von dort entfernt war (und aus anderen, viel wichtigeren Gründen), war ich neulich “kurz in Köln”. Dort hängen Plakate der Horst Schlämmer Partei (HSP) neben den regulären Wahlplakaten an Litfasssäulen, Straßenlaternen und Werbewänden. Sie fügen sich ins wahlkampfgelittene Stadtbild, als wäre das alles völlig ernst und richtig. Auf der Rückfahrt nach Leipzig, mit einem Tunesier und einem Pärchen von der Elfenbeinküste, fiel mir auf, wie seltsam die deutsche Wahl- / Werbeplakatlandschaft auf Ausländer wirken muss, die ja nun überhaupt nicht wissen, dass Horst Schlämmer nicht wirklich kandidiert. Geschweige denn, wer Horst Schlämmer ist, und was er eigentlich vom deutschen Wähler / Kinogänger will.

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Ausstellung zu Frauen in der Wissenschaft

Was haben all diese Frauen -neben einer seltsamen Frisur- gemeinsam?

Nun, sie haben alle naturwissenschaftliche Geschichte geschrieben und sie sind ab morgen “Teile einer Ausstellung”. (Wer mir jetzt auf Anhieb sagen kann wer die abgebildeten Persönlichkeiten sind und was sie auszeichnet, bekommt ein Drei-Gänge-Menü nach Wahl gekocht. Jawohl!)

Am Freitag den 05. September öffnet im Kölner Frauenmediaturm (FMT) eine Ausstellung mit dem klangvollen, innovativen sowie subtilen Namen “Frauen, die forschen“. Mit dabei ist natürlich neben der wiedergeborenen EMMA Chefredakteurin Alice Schwarzer pro aeternitas, auch Dr. Annette Schavan, Ministerin für Bildung und Forschung. Mit einem Fokus auf forschenden Frauen in den Naturwissenschaften wird einer Randgruppe, die eigentlich keine ist, erstmalig eine Plattform konzentrierter Aufmerksamkeit eingeräumt. Schlaglichter auf “die wenigen mathematischen Sternstunden des weiblichen Geschlechts” liefen bereits in Form von “Sonderdokus” auf diversen Privatsendern… . Wie auch immer, rund 100 Exponate soll es geben und wir sind natürlich schon sehr gespannt.

“Begleitend stellt der FMT wissenschaftliche Pionierinnen aus der Vergangenheit in einem Dossier vor.”

Angefangen bei Hildegard von Bingen geht es also über Marie Curie bis zu Rosalind Franklin. Die begleitende Symposiumsveranstaltung wird von der geballten weiblichen Kompetenz der Neuzeit unterstützt: Eine lebendig-referierende Prof. Dr. Miriam Meckel vom Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen (die selbe Universität übrigens, für die ein deutscher FH-Masterabschluss -Bologna sei ihm gnädig- soviel gilt wie eine “Matura”, zu Deutsch: ein Abitur) ist zum Beispiel für den Samstagnachmittag geladen.

Die Eröffnungsvorträge laufen jeweils von Freitag bis Sonntag zwischen 16:00 Uhr und 17:30. Vielleicht gehen wir ja hin. Oder schauen auf dem Rückweg von der Messe vorbei.

Anyone else, anyone? Buler?